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Die Physik der »dinglichen Wirklichkeit«

Ausschnit des Planetariums von Eise Eisinga
Raum und Zeit sind eine Einheit, deren Erscheinungen und gegenseitigen Abhängigkeiten sich sehr weitgehend mit Hilfe von Zahlen und Formeln nachvollziehen lassen. So bestand lange Zeit die Vorstellung, die Welt sei ein gigantisches, vollkommen vorherberechenbares Uhrwerk. (Detail des mechanischen Planetariums von Eise Eisinga, Franeker NL, 1781) (Quelle: Frank Baldus)

Wenn man bereit ist, der mathematischen Beweisführung der Physikergilde grundsätzlich zu vertrauen und die unanschaulichen Ergebnisse in verständliche Worte kleidet, ist es durchaus möglich, ihre wesentlichen Schlussfolgerungen zu verstehen.

Zunächst einmal zum Körperlichen, zur Materie: Sie bestimmt zum großen Teil die Welt unserer Erfahrung. Genauer gesagt ist es zumeist ihre Masse, die wir als feste, flüssige oder gasförmige Stoffe wahrnehmen. Die kleinste Masseeinheit wird als Teilchen bezeichnet. Massen haben eine konkrete Ausdehnung und bestimmen damit den Raum.

In Wirklichkeit ist die Materie, die uns als gleichbleibende Form mit klar definierten Eigenschaften erscheint, jedoch sowohl Masse – als auch Energie. Beide Erscheinungsformen gehören untrennbar zueinander wie die zwei Seiten einer Medaille. Anschaulich ausgedrückt: »Masse ist das sichtbare Ergebnis von Energie, und Energie der unsichtbare Wandel von Masse.« Die kleinste Energieeinheit wird als Welle bezeichnet. Energie bestimmt den Ablauf von Veränderungen und damit die Zeit.

Das »Abbild der Welt in unseren Köpfen« beruht fast ausschließlich auf Stoffen, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen. Wir benötigen sie, um uns zu orientieren. Albert Einstein erkannte jedoch die Einheit von Masse und Energie. Seine berühmte Formel »E = mc²« drückt aus, dass die Energie der Masse mal Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat entspricht. Es ist belanglos, ob wir diese Gleichung verstehen oder nicht. Entscheidend ist, dass Masse und Energie tatsächlich gänzlich austauschbar sind. Daraus folgt auch, dass Raum und Zeit als sogenannte Raumzeit eine fest gefügte Einheit sind.

Bis hierher ist die Physik berechenbar. Die Welt erscheint als gigantisches Uhrwerk, in dem alles nachträglich und in Zukunft berechnet werden könnte – wenn nur alle Anfangsfaktoren bekannt wären. Das wäre der Beweis eines unausweichlichen Schicksals.

Erst die Entdeckung und Beschreibung einer Art »ursächlichen Wirklichkeit« hat diese Idee ins Reich der Phantasie verwiesen. Auch wenn es nach wie vor Physiker gibt, die von einer »Weltformel« träumen, so darf man nicht den Fehler machen, dass damit restlos alles zu erklären wäre! So distanzieren sich etwa etliche Fachkollegen von den dahingehenden höchst materialistischen Ideen des weltbekannten Astrophysikers Stephen Hawking.

Apropos Fehler: Darin steckt das Tor zur wahren Erkenntnis, zur ursächlichen Wirklichkeit, in der die vollkommene Unberechenbarkeit steckt, wie das nächste Kapitel zeigen wird.


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