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Relativität der Sterblichkeit

»Nicht mehr Tier und noch nicht Engel«   Blaise Pascal

Wohl kaum jemand wird behaupten, wir seien Engel. Buhlen, balzen und kämpfen wir nicht vielmehr um Anerkennung, Liebe und Rang wie unsere tierischen Verwandten? Doch wie steht es mit unseren menschlichen Möglichkeiten? Haben wir die »Krone der Schöpfung« wirklich verdient?

Unser Handeln hat globale Auswirkungen. Je mehr die Wirtschaft »brummt«, je mehr wir verbrauchen – je besser es uns also angeblich geht; desto mehr erschöpfen und zerstören wir die Welt! Diese Entwicklung rennt uns zunehmend davon. … Wo ist der Homo sapiens – der »weise Mensch« – der das erkennt und verhindert? Wer fühlt sich dafür mit verantwortlich? Wer kann das Wehklagen der Welt erspüren? Wer ist ganz Mensch?

Sorglosigkeit, Unwissenheit und Untätigkeit könnten unser Untergang sein. Seit fast 50 Jahren gibt es Studien über den verhängnisvollen Zustand der Welt. Sie belegen, dass alle bisherigen Maßnahmen zum Schutz unseres Planeten viel zu geringfügig waren. Wenn keine »kritische Masse« wissender und tatkräftiger Menschen entsteht, sieht es schlecht aus mit unserer Zukunft. Keine politische Vereinbarung und keine noch so moderne Technologie können dieses »Weltgespür« ersetzen.

Viele Menschen glauben indes, dass sie die Folgen des Raubbaus nicht mehr miterleben werden. Sie halten ihr Leben für einmalig; losgelöst von der Welt. Doch das ist ein großer Trugschluss! Vermutlich noch mehr Menschen glauben, dass es angesichts der heutigen Datenflut unmöglich ist, die entscheidenden Informationen zu erkennen, die nötig sind, um die Welt zu »begreifen«. Auch das ist ein Trugschluss!

Diese »Erkenntnisfindung« geht einen neuartigen Weg zu einer ganzheitlichen Weltsicht. Sie beruht auf anerkannten wissenschaftlichen Theorien, deren wesentliche Aussagen logisch miteinander verknüpft werden. Dies führt zu erstaunlichen Schlussfolgerungen. Vor allem, dass wir weitaus mehr in das Große Ganze eingebunden sind als die meisten Menschen glauben mögen – jetzt und für immer. Selbst unser Tod wird daran nichts ändern!

Viel wahrscheinlicher als das vollkommene Ende unseres Daseins ist die Annahme, dass das Bewusstsein mit dem Körper stirbt; die zugrundeliegende Fähigkeit der Wahrnehmung davon jedoch unberührt bleibt. Denn unser Gehirn ist nicht dessen Ursache, sondern nur ein »Instrument«, das die geistige Fähigkeit des »Großen Ganzen« beziehungsweise der gesamten Menschheit nutzt. So werden wir von Leben zu Leben gehen, für alle Zeit. Diese »Physik des Todes« ist einer der Gipfel der Erkenntnis. Im Gesamten ergeben sich drei bedeutsame Schlussfolgerungen, die uns alle betreffen:

  • Wir können uns nicht durch den Tod dem Leben und der Verantwortung entziehen: Die Folgen unseres gegenwärtigen Handelns werden maßgeblich Glück und Leid unserer zukünftigen Leben bestimmen.
  • Unser Glaube an Wirtschaftswachstum, Demokratie und Fortschritt gefährdet akut unsere Lebensgrundlagen. Dies erzeugt immer mehr Leid, weil wir nicht erkennen, dass wir viel mehr verbrauchen, verändern und zerstören, als die Erde ertragen kann.
  • Unser Wissen ist zumeist oberflächlich, bruchstückhaft und zunehmend auf virtuelle Welten bezogen. Wir haben verlernt, die Welt als Ganzes wahrzunehmen und uns selbst als Teil des Ganzen zu begreifen. Die Wirklichkeit wird uns gnadenlos einholen.

Wir können noch »ganz Mensch« werden, wenn wir wollen. Beginnen wir jetzt damit!

Frank Baldus, Wuppertal, 24. Dezember 2017

(Die Links führen – bis auf zwei Ausnahmen – zur deutschen Wikipedia, deren Qualität dank der unermüdlichen Arbeit vieler langjähriger Autoren täglich besser wird)

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